Westphely: Industrie, Bund und Stadt müssen handeln Für Hannover reicht der Dieselgipfel absolut nicht aus

„Das Umweltbundesamt hat verschiedenste Szenarien durchgerechnet, um herauszufinden, welche Effekte der so genannte „Dieselgipfel“ auf die giftige Luft in den Städten haben könnte. Die Ergebnisse sind allesamt niederschmetternd. Die Stadt darf nicht länger auf Bundesregierung und Industrie warten sondern muss handeln.“ sagt die Landtagsabgeordnete auf Hannover.

„Saubere Luft bekommen wir nur mit einer Verkehrswende in der Stadt. Dafür müssen alle Beteiligten im Rathaus an einem Strang ziehen“, fordert die hannoversche Landtagsabgeordnete Maaret Westphely.

„Wir fordern von der Automobilindustrie umgehend technische Nachrüstungen an den von Betrug betroffenen Fahrzeugen und von der Bundesregierung eine wirksame Kontrolle der Grenzwerte,“ so die Politikerin, die im Mitglied im Wirtschaftsausschuss des Landtags ist.

„Unsere Vorschläge für Hannover sind mit überschaubarem Mitteleinsatz umsetzbar, sie geben eine klare Richtung vor und das Wichtigste: Sie tragen dazu bei, die Luftqualität kurzfristig und signifikant zu verbessern. Jeder Tag ohne entschiedenes Vorgehen ist ein für die hannoversche Bevölkerung und am Ende auch für alle DieselfahrerInnen verlorener Tag,“ so die Abgeordnete weiter.

„Wir werden das Thema Luftreinhaltung in den nächsten Wochen weiter forcieren.“ Sagt Maaret Westphely weiter, denn es sei unangemessen, die notwendgien Handlungen auf die lange Bank zu schieben. Der Gesundheitsschutz gehe eindeutig vor, wenngleich eine Verhinderung von Fahrverboten sehr wichtig sei.

 

Hintergrund:

Aufgrund der heute veröffentlichten Modellrechnungen des Umweltbundesamtes (UBA), wonach die Ergebnisse bzw. Maßnahmen des so genannten „Dieselgipfels“ selbst unter optimistischen Bedingungen in den beiden durchgeführten Modellrechnungen für München und Mainz nur einen unzureichenden Beitrag zur Luftreinhaltung von maximal sechs Prozent erreichen können.
Die Berechnungen des UBA gäben einen deutlichen Hinweis darauf, dass auch in Hannover die Maßnahmen, die durch Updates und Kaufanreize gesetzt werden sollen bei Weitem nicht ausreichen, um saubere Atemluft sicherzustellen.

Auf der Mitgliederversammlung am 15.8.2017 hat der Stadtverband der GRÜNEN Hannover bereits ein umfangreiches Maßnahmenpaket einstimmig beschlossen. Dazu zählt in erster Linie eine deutliche Verbesserung der Radverkehrssituation, kostengünstiger ÖPNV und Transparenz der Luftschadstoffbelastungen vor Ort. Mit Radschnellwegen, breiten und gut ausgebauten Radwegen und ausreichend Abstellmöglichkeiten würde der Radverkehr schnell zu einer noch besseren Alternative zum Automobil. 

Den Maßnahmenkatalog der GRÜNEN Hannover finden Sie hier

 

 

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